Workshops

Unsere Workshops sind für alle interessierten Menschen offen, egal welchen Geschlechts oder welcher Sexualität.
Die Themen reichen von Erfahrungsaustausch über Do-It-Yourselfs bis hin zum praktischen Anleitungen.

Bitte habt Verständnis, dass die einige Workshops teilnehmerbegrenzt sind. Es gibt keine Voranmeldung, seid also bitte rechtzeitig da.

1) Die kinky Gummiwerkstatt: Latexartikel selber basteln – Peter (max. 20)

Gummi und Latex sind dein Ding? Im Kreise von anderen (hoffentlich in Latex gekleideten) Fetischfreund*innen kannst du lernen, wie man Latex verarbeitet und daraus selbst Accessoires (ball gags, blindfolds, Arm- und Halsbänder, Turnbeutel, Hosenträger, Paddles) und Kleidung (Jockstraps, Tangas, Slips) herstellt, die man am Ende mit nach Hause nehmen (oder noch besser: am Abend direkt auf der Party nutzen) kann. Vorbeikommen und mitmachen können auch alle die, die bereits Latexkleidung besitzen und mehr über das Reparieren des Lieblingsstücks erfahren wollen, oder einfach nicht genug von Latex bekommen können 😀

Mitzubringen ist:

  • Fantasie und Freude am Selbermachen
  • ggf. das zu reparierende Kleidungsstück

2) Stechende Momente – Ein Nadelworkshop für Anfänger_Innen – EmyFem (max. 20)

Stechende Momente ist ein workshop über ein erotisches und lustvolles Spiel mit Schmerz und Ruhe. Der besondere Moment, wenn die Nadeln deinen Körper durchstechen ist einmalig und faszinierend. Nadeln sind für viele eine kinky Reise zwischen Angst und Faszination. Auf dieser Reise werden wir uns sowohl Zeit nehmen Grundfertigkeiten des Nadel setzens zu erlernen als auch nach Möglichkeiten suchen diese schmerzhafte Verbindung lustvoll zu bespielen.

Der workshop ist offen für alle Geschlechter und Körper. Reflektiere Deine Privilegien diesbezüglich bevor Du kommst und überlege wie diese sich bemerkbar machen.

Emy Fem ist eine bdsm begeisterte queere Sexarbeiterin, Workshopleiterin, Aktivistin und professionelle Domina. In ihren workshops, ihrer Sexarbeit und in Ihrem Aktivismus setzt sie sich auf verschiedensten Ebenen mit den Themen bdsm und Sexualität auseinander.

www.EmyFem.net

3) Machs Dir Selbst! DIY-Sextoys aus alten Fahrradteilen – Martin

In den gewöhnlichen Sexläden gibt es meist wenig ansprechendes oder für viele zu preisintensives Spielzeug und überhaupt ist das Umfeld und Angebot dort recht heteronormativ. Kommt dir das bekannt vor? Es geht auch anders…
Dieser Workshop soll zeigen, wie Du dir aus Fahrradschläuchen und Reifen mit einfachsten Mitteln von der Peitsche, über Fesseln, bis zum Strap-on allerlei schöne Spielzeuge selbst basteln kannst.
Vorkenntnisse brauchst Du dazu nicht. In dem Workshop werden die grundlegenden Techniken gezeigt, sodass dann deiner Kreativität kaumGrenzen gesetzt sind und du auch zu hause weiter basteln kannst.
Wenn Du noch eine stabile Schere und/oder eine Lochzange mitbringen könntest, wäre das super; falls nicht haben wir aber auf jeden Fall auch was da. Abgefahrene Reifen und Schläuche kannst Du natürlich auch gern einpacken!

Martin fährt Fahrradkurier und stellt unter dem Namen „Kinky Vegan“
Kunstledersexspielzeug her. Der Workshop ist gewissermaßen eine
Schnittmenge aus beidem.

www.kinkyvegan.etsy.com

4) Reizstrom, ein kribbelndes Erlebnis – Lady Reena (max. 30)

Reizstrom bietet viele Spielvarianten. Von zart bis hart. Von angenehmer Stimulanz bis harter Strafe. Nur wenige Praktiken polarisieren wie Reizstrom. Wer es mag, ist süchtig, und kann nicht genug bekommen. Wer es nicht mag, lehnt es grundsätzlich ab. Manches basiert auf schlechten Erlebnissen, Vorbehalten oder Ängsten. Hier mache ich eine einfühlsame und behutsame Einführung. Um Vertrauen auf, Ängste abzubauen und neue Welten zu erleben.
Mit Reizstrom, Elektrostimulation, Elektrosex, Elektrotortur, Elektrofolter Elektrischer werden Nerven oder Muskeln des Menschen stimuliert. So entstehen kribbelnde, erotisch- geile Gefühle. Schmerzhaftes Empfinden oder Muskelbewegung/Kontraktionen. Durch Position und Art der Elektroden, der Frequenz, und der Strom-Form lassen sich unterschiedliche Empfindungen bewirken. Von Kribbeln, feinen Nadelstichen zu einem „Klopfen“ bis zum schmerzhaften reizen oder starken Muskelkontraktionen.

Für den Workshop stehen Geräte von vielen namhaften Herstellern z.B. Erostek,E.play, Radiotoy, Folsom u.v.m. zur Verfügung.

www.lady-reena.de

5) Das bringt’s mit Sicherheit: Die Kunst der Verhandlung – Frl. Rottenmeier (max. 20)

Was ist der Unterschied zwischen einem vor-verhandelten SM-Szenario und einem unverhofften Zufallsspiel? – Letzteres kommt vielleicht gut – doch ersteres ist im Endeffekt garantiert heißer! In diesem Workshop lernst du, was Verhandeln bedeutet und wie es dazu beiträgt, dass alle Beteiligten mehr vom gemeinsamen Spiel haben.
Ein Spiel auf Basis unausgesprochener Erwartungen, unbekannter körperlicher und seelischer Gegebenheiten, nie gehörter moralischer Einstellungen und unglaublicher Beweggründe kann gut gehen, muss aber nicht.

Sparen wir uns gestörte Verhältnisse und fragen wir: Was brauche ich selbst? Was macht dich an? Wann fühle ich mich sicher? Wer ist für was verantwortlich? Wo wollen wir zusammen hin? Wie holen wir das Beste raus? Mit den richtigen Fragen und ein wenig Achtsamkeit kannst du selbst bei wenig Spielerfahrung den Sicherheitsfaktor deutlich erhöhen. Neugier ist hier ausdrücklich erwünscht! 🙂

Die Trainerin: Frl. Rottenmeier

Frl. Rottenmeier leitet seit Anfang der 1990er (hüstel …) BDSM- und Sex-Workshops in Deutschland, Europa und USA. Sie erinnert sich an eine nicht ganz angemessene Reaktion auf die Leiden der Märtyrer und zehrt nach wie vor von den Ritualen ihrer katholischen Kindheit. Heute lautet ihr höchstes Credo: „Bessere Plays für alle!“.
Frl. Rottenmeier kultiviert selbst einen ausgewachsenen Verhandlungs-Fetisch und ist überzeugt, dass die Kommunikation vor, während und nach Szenen das wirklich Spannende am SM ist.

1997 wurde Frl. Rottenmeier zum Gründungsevent des deutschen Netzwerks für BDSM-Frauen – SchMacht! – eingeladen, an dem sie bis heute beteiligt ist.

1998 begann sie, Playpartys auszurichten, bis 2005 organisierte sie die jährliche Internationale Frauen-SM-Konferenz in Berlin.

Die Workshops der ausgebildeten Trainerin sind als nachhaltige Lernerlebnisse konzipiert. Dafür kommen interaktive Methoden wie Brainstormings, Spiele, Kleingruppenarbeit und Diskussionen zum Einsatz.

Jenseits von Camps und Konferenzen berät und begleitet Frl. Rottenmeier Menschen bei Konflikten, Krisen und Veränderungen in Job, Beziehungen und Sexualität. Natürlich kink-friendly und machtbewusst. 🙂

6) Seil macht geil – Shibari für Anfänger_innen (Workshop auf Deutsch und Englisch) – Jen, Holger, Yice (max. 30)

Ein Workshop für Anfänger_innen, die Interesse an Shibari haben, eine erotische Kunst des Fesselns, die sich in Japan aus der traditionellen militärischen/polizeilichen Fesseltechnik entwickelt hat.
Im Gegensatz zum westlichen Bondage dient die Fesselung beim Shibari nicht ausschließlich der Stillsetzung. Sie kann auch ästhetische Formen annehmen und so eine Art Kunstwerk schaffen. Außerdem kann Shibari zur Vorbereitung auf weitere BDSM Praktiken dienen.
Im Workshop lernen wir ein paar Basisknoten und probieren danach eine Fesselung des Oberkörpers und des Unterkörpers, welche für alle Gender wirken.

Wir arbeiten in Paaren, aber auch Einzelne sind natürlich willkommen.
Bitte mitbringen: Bequeme eng anliegende Kleidung und eine Yogamatte.

Seventh-Sin (Holger), Wissenschaftler und Lebenskünstler, hat seine Fascination von Seile erst im Hamburg geübt. Später wohnte er drei Jahre lang in Kawasaki, Japan, wo er Shibari weitergelernt und fotografiert hat. www.seventh-sin.de

Jenly, Autorin, Fotografin und Beraterin von und für alles was in Schatten liegt. www.jenly.de

7) „Sex Unfall – was nun?“ – Vortrag und Diskussion – Prakash (max. 20)

Die Fetisch-Welt bietet für jeden etwas – von Dildos über Peitschen bis Analkugeln und Praktiken wie Fisten, Spanking und vieles mehr. Was geil ist und Spaß macht, kann auch mal schief gehen. So bunt wie die Fetisch-Welt ist, so vielfältig sind auch mögliche Sex-Unfälle.

Was kann ich – ob als Top oder als Bottom –tun, um Unfälle im Vorfeld zu vermeiden? Was bedeutet Safer Sex im Fetisch Kontext? Wie kann ich seelische und körperliche Verletzung meines Sexpartners bzw. meiner Sexpartner vermeiden? Was bedeutet Verantwortung für mich und für andere? Und wenn doch mal was schief gegangen ist, wie leiste ich die richtige Hilfe?

Über all diese Fragen informiert Prakash, Vertreter des Fetischteams der ICH WEISS WAS ICH TU-Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe. Prakash liefert in seinem Vortrag alle wichtigen Grundlagen zum Thema und geht je nach Wunsch der Teilnehmenden auf Details ein. Wer Prakash kennt, weiß, dass er das Gesagte stets an praktischen Beispielen veranschaulicht.

Chemsex und Safer Use im Kontext von Fetisch werden ebenfalls angesprochen.

Prakash steht auch im Anschluss an seinen Vortrag im Rahmen der Möglichkeiten für weitere Nachfragen zur Verfügung.

8) Schlagfertig  –  Spanking und Flogging – Kandy (max. 20)

In diesem Workshop lernt ihr die Grundlagen des Spanking, theoretisches wie praktischen Wissen werden wir zusammen durchgehen.

Wie teile ich richtig aus?
Was gibt es für Schlaginstrumente und was bewirken diese?
Wie kann ich die Reaktionen des Anderen richtig deuten?
Welche Regionen sollte ich beim Spanking lieber vermeiden?
Gibt es Unterschiede zwischen Aufwärmen und Bestrafung?
Wie ziele ich richtig?
Wer sich diese Fragen schon mal gestellt hat oder sich auch einfach für Spanking interessiert, der sei herzlich eingeladen.
Kandy Love war zwei Jahre lang beruflich Switcherin, also Sklavin und Domina in einem. Habe also beide Seiten sehr ausgiebig kennengelernt und will mein gesammeltes Wissen gerne weitergeben.