Kunst

Nähere Infos folgenden in Kürze. Hier schonmal ein kleiner Überblick:

  • Photos
  • Skulpturen
  • Performance von Louis Fleischauer
  • Performance von OdiEtAlmo
  • Performance von Schmerzmöbel
  • Film von Erika Lust

Louis Fleischauer – “Shattered Dreams (Collective)”

Installation mit menschlichen Skulpturen

In den vergangenen 3 Jahren hat Louis Fleischauer an seinem letzten Kunstwerk gearbeitet. Shattered Dreams („Zerschmetterte Träume“), eine Sammlung von tragbaren Skulpturen, inspiriert von der Schönheit, die hätte sein können, die Natur, die nicht gerettet werden kann, die Rechte, die nicht gewährt werden, die Hoffnung, die verloren gegangen ist, Schreien, die stumm bleiben, die Herzen, die mit Gift gefüllt sind und die Wunden, die nicht heilen werden. Louis zeigt einige dieser Stücke auf Körpern, die in lebende Skulpturen verwandelt werden.

Shattered Dreams ist eine der persönlichsten Arbeiten von Louis Fleischauer, jedes Stück enthält Tränen, die in die Farbe gemischt werden. Solange die Schönheit für den Gewinn geopfert wird, kann es keine Hoffnung geben. 2015 – 2017

„Der Schmetterling“

Eine Suspension Bondage Performance von Rascal (OdiEtAmo) und tunkuruchu

Der Duft von Hanf, wie frisch gemähtes Gras. Das sanfte Knistern der roten und grünen Schlingen, die sich um Deinen Körper winden. Die Umarmung der Seile, die sich um Dich weben und zu Deinem Korsett werden, zu Deiner Rüstung, zu Deinem Kokon.
Und schon jetzt fühlst Du Dich fallen. Denn jeder Flug beginnt mit einem Fall. Und das wirst Du heute tun. Du wirst Flügel entfalten von denen Du nie wusstest, dass Du sie hast. Du wirst fliegen. Und ich mit Dir.
Rascal befasst sich seit 15 Jahren mit allem, was mit Seilen, Bondage und Suspension zu tun hat. Der Schmetterling ist sein wahrscheinlich ambitioniertestes Projekt und er freut sich, es mit der wundervollen tunkuruchu zusammen auf der Kink in Pink 2017 zeigen zu können.

FoxxyWunderkammer

Skulptur. Konsistenz, Substanz. Um eine andere Maske zu tragen und etwas anderes zu sein. Zeichnen, Skizzieren, Zeichen und Staub. Leidenschaft. Setzen Sie alles zusammen und haben Sie „Die Wunderkammer“. Ich mag in meine Kunstwerke störende Elemente einfügen. Ich bin von Ekel fasziniert. Ich kombiniere Schönheit und Verfall; kranke Bewegungen, Ausdrücke und Posen, um eine groteske krankhafte Ästhetik zu schaffen. Meine Arbeit ist eine tiefe und neugierige interne Analyse, eine Darstellung von Gefühlen; Tod, Sex(ism), Anarchismus, die Themen haben manchmal ein Hauch von subtiler Ironie oder schwarzem Humor. Ich bin immer an den Forschung und (R)Evolution.

Foxi ist in La Spezia (I) als Tochter einer Malerin und Kunstgeschichtelehrerin geboren und aufgewachsen. In Carrara, Stadt der anarchistischen Widerstand und des Marmors, besuchte sie die Kunsthochschule „Artemisia Gentileschi“ und verliebte sich in die Bildhauerei und das Figürliche Zeichnen. Nach jahrelangem Reisen lässt sie sich 2006 in Berlin nieder und fängt an deutschlandweit für Theater und Film zu arbeiten. 2013 zieht sie nach Leipzig, wo sie ihre Ausbildung als Bühnenplastikerin erfolgreich abschließt. Derzeit (über)lebt sie zwischen Leipzig und Berlin und arbeitet als freiberufliche Bühnenplastikerin und Künstlerin.
 

Schmerz Möbel

ist eine SM-Möbel Gestalterin/Metall und Performance Künstlerin.

SchmerzMöbel schloss 2011 ihre Ausbildung als Schweißerin ab und fasste danach den Plan, sich mit dem Bau von SM-Möbeln selbstständig zu machen, um den vielfältigsten sexuellen Fantasien einen realen Spielplatz zu geben. Weg von den üblichen Fitnessstudio anmutenden BDSM-Gerätschaften, hin zu sehr originellen, individuellen und bespielbaren Kunstwerken.Mittlerweile arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in vielschichtiger Weise an und mit ihren Skulpturen.
Sie überschreitet in mehrfacher Hinsicht Grenzen. Nicht nur, dass sie als Frau schweißt, was leider immer noch als untypisch gilt. Auch krempelt sie ihre Sexualität offen nach außen und kratzt damit an der Werte- und Sittentapete der gesellschaftlich-normengebenden Schlafzimmerwand.

BDSM ist auch ein Weg zu Grenzerfahrungen und bedeutet für sie (abgesehen von einem ekstatischen Rauschzustand) eine aktive Auseinandersetzung mit der inneren Welt und die Möglichkeit, die Dinge umzukehren.
Nirgends werden Widersprüche deutlicher vereint, als den Akt des Schmerzes in etwas Positives umzuwandeln. Dies nutzt sie auch in ihren Performances als Mittel, um komplexe und schwer fassbare Themen zu visualisieren und schreckt auch hier nicht vor politischen Themen zurück.
In ihren Shows setzt sie sich immer wieder kritisch mit Identität, Geschlechterrollen, -konstruktion, Psychiatrie, Entfremdung, Kulturindustrie, Manipulation, Gesellschaftssystem und Kapitalismus auseinander.
Dieser Teil ihres künstlerischen Schaffens ist ihr ebenso wichtig geworden, wie die Selbstverwirklichung am Schweißgerät.

Derzeit erweitert sie ihr Performance-Repertoire noch um eine Ausbildung als Tanzpädagogin und Choreografin.

In love we dream in pain we trust

Ihre aktuelle Show beschreibt sie als bizarre-dance-rope-art-performance, eine fleischgeile abrechnung mit bdsm stereotypen. Von playboy über ropebunny zum rachenehmenden splatterbunny from hell.

https://www.facebook.com/schmerzmoebel

Labyrinth der Sinne

Schärfe deine Sinne und entdecke Sinnlichkeit auf eine andere Art und Weise. Entdecke die verzerrte Wahrnehmung sexueller Darstellung – ganz intim in voyeuristischen Schaukästen, die sich der gängigen Betrachtungsweise entziehen und somit zum Spiegel der eigenen Reflexion werden. Oder nehme durch Fühlen und Tasten Qualitäten wahr, die sich der rein visuellen Betrachtungsweise entziehen – zum Beispiel feucht oder trocken, hart oder weich.

cabinet bizarre

Historische Bildergalerie

Eine kleine Zeitreise durch die homoerotische Bilderwelt des BDSM von 1900 bis in die Moderne. Von bekannten und unbekannten Künstler_innen.

Pink BDSM – Ein Kollektionsentwurf für die Kink in Pink

LookingGlass ist gelernter Schneider und Künstler aus Leipzig. Seine Projekte reichen von Fotografie über Musikvideos zu Modeentwürfen, die er am eigenen Körper zur Schau trägt. Dabei zeichnet sich sein Stil durch eine Buntheit und Verspieltheit aus, die Anleihen aus dem Reich der phantastischen Literatur und modernen Computerspielen nimmt. Typische Geschlechterrollen werden dabei ignoriert oder bewusst gebrochen. Eine Vielzahl an Entwürfen, Collagen und Fotos finden sich auf seiner Künstlerseite LookingGlass auf Facebook. Seine Musik- und Kunstfilme auf dem Youtube-Kanal „LookingGlassFilm“ bewegen sich zwischen surrealen Märchenvisionen und obskuren Alptraumgebilden, bei denen er sich immer wieder mit verschiedensten Themen auseinander setzt.

Für die Kink in Pink entwarf LookingGlass eine Kollektion, deren Thema Mode als Fetisch ist, bei der jedoch mit stereotypischen Klischees und Normen gespielt wird. Als Inspiration wählte er einen Bereich, in dem Kleidung häufig so sexualisiert ist, dass ihr eigentlicher Sinn verfällt, wobei klassischerweise die Sexualisierung eines Geschlechtes dominiert – er fand Inspiration bei Online Rollenspielen. Diese Sexualisierung wird in dem Entwurf spielerisch umgekehrt, wobei LookingGlass verschiedenen Männertypen und Körperformen Beachtung schenkt.

„PINK BDSM“ zeigt 8 klassische Rollenspielcharaktere in Entwürfen in 8 Farben.

So finden sich in den Entwürfen die „Dame“, ein schlanker, behaarter Mann in einem purpurfarbenen Schleiergewand, das mehr enthüllt als verdeckt. Oder der „Inquisitor“ in indigofarbener Hundemaske und dominantem Auftreten.

Eine bunte Kollektion, die Fetisch und Rollenspiele neu und anders interpretiert.

https://www.facebook.com/LookingGlass-1872847799660141

https://www.youtube.com/channel/UCKAI6vLYZ2gPGNyjzyUZ2LQ?view_as=subscriber

Yice – Bondage Fotografien

Vor über 20 Jahren verliebte sich Yice in das „Element“ Seil und über all die Jahre hat es seine Faszination nicht verloren – konnte ihn stets mit neuen Seiten überraschen.
Dem Arbeiten mit Seilen verdankt er eine Art Meditation und Lebensausgleich, der sich stets positiv auf sein Leben ausgewirkt hat, sei es beim Fesseln oder der künstlerischen Handarbeit.
Das Fesseln schafft dabei eine Art von Verbundenheit, dessen Stärke und Länge so selten zu erleben ist und blebt dabei dennoch immer wieder besonders und einzigartig.

Yices zweite Leidenschaft, ist die Fotografie, die sich wunderbar mit der Liebe zum Fesseln vereinigen lässt. Sie ist jedoch nicht auf diese beschränkt.
So sind die entstehenden Bilder weder Schnappschüsse noch dokumentarischer Natur, sondern konzeptionell.  Sie sind keine Fotografien der Fotografie wegen; sie sollen vielmehr die Stimmungen und kreative Ader der Betrachtenden beflügeln, auf das man länger als zwei Sekunden und einen „Like-Button“ braucht, um sich daran zu erfreuen.